Dieses zine erscheint am 1. tag der 9. SF-TAGE NRW
08.03.1997
in Dortmund, Harenberg Center
Herausgeber: Edmund André
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Gerhard Börnsen (Äon):
Endlich mal wieder eine eine Fantastische Veranstaltung im Ruhrgebiet. Die Science Fiction Tage von Nordrhein-Westfalen 1997 waren nach langer Zeit mal wieder ein Höhepunkt, an dem wir natürlich unbedingt teilnehmen mußten. Autoren, Zeichner, Fans aus dem In- und Ausland gaben sich am 8. und 9. März im Harenberg Citycenter ein Stelldichein. Mit fast 20 Leuten war unser Filmteam, das bekannte ÄON-Team auf der Veranstaltung vertreten. Nach dem Aufbau des Standes wurden Freunde und Bekannte aus der Szene begrüßt. Dann bereiteten wir uns auf unsern eigenen Vortrag vor, der um 13:00 Uhr in der Lobby stattfand. Wegen technischer Probleme mußten wir unser Programm zwar ändern, aber dennoch war es, wie wir meinen, eine gelungene Vorstellung unserer Fernsehsendung. Anschließend bereiteten wir uns auf die Preisverleihung vor, die gegen 21:40 Uhr stattfinden soll. Zwischendurch aber fanden wir interessante Gespräche mit ebenso interessanten Leuten wie z.B. Alfred Kelsner, Swen Papenbrock, Klaus N. Frick und vielen Anderen. Es wurde ein rundum positives Ereignis, von dem die Medien sicher noch Wochen zehren werden.
Michael Herzog:
Dies ist jetzt mein erster Con überhaupt und ich bin doch angenehm überrascht, wie viele interessante Leute man hier trifft. Den Auftakt des Cons fande ich persönlich etwas albern (obwohl ich gut fand, daß Hohlbein wie jeder andere mit einer guten Portion Humor und weniger mit geheucheltem Respekt behandelt wurde). Das Interview mit obengenanntem war auch in Ordnung. Eine Zumutung fand ich den Kaffeeklatsch auf Etage 18, da ich zwar der englischen Sprache mächtig bin, doch ansonstem ein Insiderinterview auf Englisch mit nuschelden Autoren mit einer etwas armen Akustik doch schnell auf die Nerven geht. Die Sessel auf "Level" 18 waren jedoch gemütlich.
Mal sehen, was der Con sonst noch bringt. Oh, ich muß die Zeitmaschine erreichen, bevor der Blitz in die Rathausuhr einschlägt, also erstmal genug gelabert jetzt.
Wilko Müller, Halle
Wir sind weit weg von zu Hause, aber - nicht überraschend - man trifft immer dieselben Leute. Was auch gut ist, denn dann hat man keine Probleme, mit den Leuten zu reden, als habe man sie erst gestern verabschiedet. Und wie schon mein Vorschreiber schrieb, man lernt neue kennen. Vor allem traf ich schon eine Reihe von Lesern des SOLAR-X (unser Fanzine in Halle), die ich bisher noch nie gesehen hatte. Einen Gruß an alle Leser bei der Gelegenheit!
Mathew, the third:
Ich habe mir das Interview von Baxter und McDonald angetan und es nicht bereut. Man konnte vieles über ihre Leben und Anfänge erfahren, und man hörte auch einiges über "Superman" und die Probleme, die der bemannte Raumflug so mit sich bringt. Bis bald (to fourth)!
(Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Der nächste Treff des SN-SFC 92 findet am 16.03.97 (dritter Sonntag des Monats) bei Matthias statt.)
Michael (nochmal):
Positiv auf diesem Con ist, daß man einen Raum zum genüßlichen Palavern finden kann.
Dieter Schmidt:
Programmgemäß um 14.00 Uhr fand im Amphisaal die von Klaus N. Frick und Peter Terrid geleitete "Fragestunde" zum Thema "Perry Rhodan Space Thriller" statt. Vorgestellt wurden Konzeption und Programm - wie Inhalts-Planung dieser neuen Hardcover-Romanreihe aus demHause VPM.
Besonders interessant - sprich kundenfreundlich - ist die geplante Preisgestaltung der Bücher: DM 16,80 für je ca. 240 Seiten starke Hardcover. Erwartet hatte ich ja eine ähnliche Preiskategorie wie bei den PR- bzw. Atlan-Bänden.
Inhaltlich will man in den vier für 1997 vorgesehenen Titeln (nur bei Erfolg folgen 1998 weitere ...) jeweils in sich abgeschlossene SF-Krimis mit stets unterschiedlichen Protagonisten (Unsterbliche kommen nicht vor!) und "härterem" Inhalt, als er den PR-Heftroman-Lesern bislang zugemutet wird - also mit Sex and Crime. Die angerissenen Inhaltsdarstellungen wirken recht vielversprechend. In Verbindung mit dem g�nstigen Preis dürften die Titel einen Blick und Kauf wert sein.
Joerg.Lippmann@t-online.de:
Dieser CON ist super. Prima Atmosphäre, alle netten Leute Deutschlands sind da. Allerdings habe ich immer so grosse Probleme, in eine der Veranstaltungen zu kommen - die Räume sind einfach zu klein; so schön und interessant das Harenberg City Center auch ist.
beluga post:
es ist 19.35 h und in der halle kehrt gerade etwas ruhe ein. und im moment denke ich, kann ich mal zwei minuten für edm's confact ansetzen. Ich freue mich sehr darüber, dass das fandom unserer republik mit den füssen abgestimmt hat. Über 500 gäste sind ein sicheres indiz dafür, dass wir nicht alles falsch gemacht haben. Allen ein herzliches dankeschön für diesen ersten tag, den ich in fünf stunden überstanden haben werde. ich wünsche euch allen für den zweiten tag viel spass und darf euch schon jetzt für den 21. und 22. märz 1998 einladen. seit 18.00 haben wir die zusage für die erneute ausrichtung hier im hcc be-
kommen.
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Freitag, 5. Dezember 2008
Con Fact 010
Dieses zine erscheint erst am 3. tag des SaarCons
28.07.1996
in Saarbrücken-Dudweiler
Veranstalter:
Thomas Recktenwald
66763 Saarbrücken
und
Jürgen Marzi
56073 Koblenz
sowie
Herbert Thiery
Ackerstr. 3
66115 Saarbrücken
Herausgeber:
Edmund André
22905 Ahrensburg
Tel. 04531/86106
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Ein zine in reformierter ortografie nebst gemäßigter kleinschreibung,
woran sich aber möglicherweise nicht alle conskribenten halten werden.
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EDM:
ACTS & FACTS
Auch beim letzten sfcd-con, dem FreiCon in Freiburg, gab es zwei nummern von ConFact (5 und 6). Dieses zine ist eine gemeinsame leistung der anwesenden, die sich berufen fühlen, immer gleich etwas von sich zu geben, wenn ein panel zuende ist oder ihnen aus einem anderen grund nach einem statement zumute ist. So entsteht ein spontanes fanzine mit eindrücken vom con, die später nie wieder zu reproduzieren sind.
Ich erwähne noch, dass der nächste SFCD-CON der RATZE-CON sein wird, nächstes jahr um dieselbe zeit am Ratzeburger See, das wird ein fest!
RatzeCon
25.-27. 7. 1997
CVJM-freizeitzentrum Ratzeburg
Christoph Lühr, Rüdiger Block, Sami Knoll, Eckh. D. Marwitz:
TRABANT 6
Die anwesenden lübecker freuen sich, dem geneigten publikum das erscheinen von TRABANT 6, der so lange vermissten nächsten nummer ihres zines, bekanntgeben zu dürfen. Es liegt hier irgendwo in der nähe.
Preis: unbezahlbar, daher umsonst (aber nicht vergeblich)!
Wilko Müller jr.:
Erste Eindrücke - wie fast in jedem ConFact.
Saarbrücken kannte ich ja schon, die Verkehrslage hat sich jedoch zum Negativen entwickelt. Doch darum geht es ja auch nicht. Dies ist der erste richtige Con in den alten BL, den ich aus den neuen BL besuche. Bisher unterscheidet er sich von unseren lokalen Cons, etwa in Leipzig und Hoyerswerda, durch die Zahl der ausländischen Gäste. Großen Kontakt mit ihnen hatte ich allerdings noch nicht, so daß ich da noch etwas zu tun habe... Etwas erstaunt war ich darüber, daß bei den Programmpunkten, die ich besuchte, nur sehr wenige Conbesucher zu sehen waren. Wo sind eigentlich alle? Positiv für mich ist, daß ich schon mit einigen Leuten ins Gespräch gekommen bin, die ich vorher nur von fern kannte.
Beluga Post:
Newcomer trifft Namen... Unter diesem Motto sehe ich meine erste Begegnung mit EDM, den Dieters (i.a.o. Braeg, Sachse, Steinseifer) und Rolf Gindorf auf diesem Con. Die meisten kannte ich bis dato nur aus Gesprächen im Fandom oder dem, von Gralshüter Dieter Braeg in den Katakomben des M'gladbacher Kulturzentrums gelagerten ROTEN Ordner.
Die drei Panelisten berichteten in Ihrem Programmteil über die Motivation der Gründergeneration, gesellschaftliche Tabus und Möglichkeiten in dieser Zeit.
Auf die Frage Rolfs, inwiefern das Fandom heute noch politisch ist, breitete sich eine unangenehme Stille unter den Zuhörern aus. Und ich muss leider sagen, dass dieses Schweigen peinlich war. Wo ist das politische Bewusstsein meiner Generation geblieben? Warum sind Kids von heute so widerlich konsumgeil und unpolitisch...? (Will sich jemand mit mir darüber streiten???)
jörg lippmann:
der erste CON mit presse und kamera... ob die SF-scene dadurch bekannter oder verkannter wird, wird sich noch zeigen. mir gefällt es gut. allerdings habe ich bei einem (es ist wohlgemerkt mein erster) SFCD-CON mit viel mehr leuten gerechnet - fans, wo seid IHR ALLE ?! jedenfalls war viel zeit, sich mit alten freunden zu unterhalten und neue kennenzulernen.
übrigens habe ich bei Reinhard Rauscher ein SF-buch erwischt, das ich seit mindestens fünf jahren gesucht habe. erfolg über erfolg. was könnte denn besser sein, als hier den FLÜGEL 2 (fanzine des SN-SFC 92) zu verteilen - kostenlos, wie es sich für ein fanzine gehört.
ugly kid carsten (s.)
Über den Zusammenhang von SF und Leibesumfang
Eine Conbeobachtung
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von SF, sei es in Literatur oder sei es in Film & Fernsehen, und dem Körperumfang? Grundsätzlich - nein, so sollte man vermuten. Diese Veranstaltung belehrt eines Besseren. Die gebotene Leibesfülle ist erstaunlich, und zwar bei den Anwesenden beiderlei Geschlechts. Woran kann das liegen? Provoziert SF-Konsum auch zum unbändigen Konsum von Nahrungsmitteln? Oder ist der Zusammenhang etwa umgekehrt? Hält das unermüdliche Essen zum Lesen von SF an? Sollte man dann der Menschheit zur Rettung vor der Fantasielosigkeit das verstärkte Essen empfehlen? Ist das etwa der schon lange gesuchte Weg aus der großen Menschheitskrise? Ich weiß es nicht. Ich frage mich nur, warum mein Großvater mich in letzter Zeit so häufig auf mein Gewicht anspricht...
Jürgen G. Marzi
Hier ein paar Worte aus der Sicht eines der Veranstalter. Abgesehen davon, daß ich ziemlich stark eingespannt bin und deshalb nur recht wenige Programpunkte komplett mitbekommen habe (abgesehen von denen, an denen ich teilgenommen habe), bin ich bislang von der Qualität einiger Diskussionrunden positiv überrascht worden. Leider ließ die Teilnehmerzahl bei so manchem Panel etwas zu wünschen übrig. Es wäre doch schön, wenn sich mindestens doppelt so viele Zuhörer wie Panelisten einfänden. Vermutlich sind das Wetter und der Biergarten doch zu verlockend gewesen.
Ich möchte an dieser Stelle Intuition, dem British Eastercon 1998 in Manchester, sehr herzlich für die ungewöhnlich großzügige Spende für die heutige Roomparty danken. Wir werden sicher das eine oder andere Glas auf ihr Wohl heben können.
Wer es schätzt, einmal einen größeren Con (so um die tausend Besucher) zu besuchen, sollte sich einmal beim InterVention/Intuition Tisch umsehen. Seit 1989 besuche ich immer wieder Eastercons und bislang hat mir jeder davon gefallen - sogar so gut, daß ich bei den letzten
mitgearbeitet habe und mich auch schon wieder für die nächsten beiden angemeldet habe.
Ein hochinteressantes Panel war das über Conrunning. Mit Margaret Austin, Fiona Anderson und Martin Easterbrook hatte man drei der vier wichtigsten Veranstalter des letztjährigen Worldcons zu Gast. Dementsprechend aufschlußreich waren dann auch ihre Ausführungen. Ich bin sicher, daß einige der Zuhörer (von denen sich manche sehr intensiv Notizen für ihre nächsten Cons machten) eine Menge positiver Ideen mitgenommen haben.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
"Ich stelle jetzt zwei cons vor. Ich fange mit dem ersten an." (Stefan Biewald)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Kirstin Scholz:
Für alle Filkinteressierten gibt es am Soontag 10.00 Uhr im Sitzungsraum einen Vortrag. Was, ihr wißt nicht, was Filk ist? Ein Grund mehr zu kommen!!! So viel, Filk hat mit Musik und SF&F zu tun. Musikalische SF Fans werden mit Vorliebe shangheit!!! Falls ihr den Programmpunkt verpaßt habt, wir machen im September eine FILK-Grill-Mini-Con in Berlin. Wer Interesse hat, melde sich bitte bei mir: K. Scholz, Karl-Liebknecht-Str. 11, 10178 Berlin
Matthew (Matthias Kunkel):
Als ich nach vierstündiger Tätigkeit als "Empfangsdame" endlich abgelöst wurde (leider waren nicht sehr viele Gopher tätig), konnte ich zum von mir mit Spannung erwarteten Programm über das DDR-Fandom gehen. Ich erfuhr viel Wissenswertes, und mir war auch bis dahin unbekannt, daß es einen Star-Trek-Klub mit BRD-Kontakt gab. Insgesamt hat mir mein erster SFCD-Con sehr gefallen, obwohl ich Sonntag nicht mehr dabei sein werde. (Ich hoffe, man kann mir ein Con-Fact zukommen lassen!)
Wilko Müller jr.:
Ich soll also über den Programpunkt DDR-Fandom was schreiben. Paradoxerweise war das der Punkt, der mich bisher am meisten interessierte und mir auch gefiel. Warum? Weil es erstmalig viele Teilnehmer gab, die offensichtlich auch interessiert zuhörten, was wir da improvisierten. Warum eigentlich improvisierten? Weil der Moderator Hardy K. gar nicht angereist war, mußte der arme Manfred das Ding leiten, was er aber in bewährter Weise getan hat. Wir gaben im Prinzip einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Fandoms in der DDR vom Urknall bis zum letzten Knall. Ja, es gab ein Fandom, wenn es auch völlig anders funktionierte als das hiesige. Es gab Clubs, die leider zeitweise "unterdrückt" worden sind. Erst in den 80ern war es wieder möglich, mehr oder weniger offen etwas als Fan zu machen.
Na gut, wer nicht dabei war, wird wohl ewig auf die Enthüllungsstories über uns Ossis warten müssen. Mehr schreibe ich nämlich jetzt nicht.
jörg lippmann:
ultimativ gute diskussion über ddr-sf. wie habe ich doch als schweriner eigenbrödler in der eigenen suppe geschmort, ohne über die aktivitäten in der rest-ddr bescheid zu wissen. da haben sich die südländer ganz schön mit land und führung auseinandersetzen müssen, um weiter- bzw. überhaupt existieren zu können. wie gut hatte ich es in meinem verschlafenen nest SCHWERIN, wo ich nicht hunderte von metern schlange stehen mußte, um die neuesten buchausgaben zu erstehen. die gab es in schwerin meistens bis zu drei tagen lang, bis die ausgabe ausverkauft war. so ist meine sammlung relativ vollständig.
Übrigens habe ich heute den neuen roman von ALEXANDER KRÖGER mit original-autogramm erstehen können, womit meine "ddr"-sammlung wieder um ein exemplar reicher ist.
E N D E
28.07.1996
in Saarbrücken-Dudweiler
Veranstalter:
Thomas Recktenwald
66763 Saarbrücken
und
Jürgen Marzi
56073 Koblenz
sowie
Herbert Thiery
Ackerstr. 3
66115 Saarbrücken
Herausgeber:
Edmund André
22905 Ahrensburg
Tel. 04531/86106
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Ein zine in reformierter ortografie nebst gemäßigter kleinschreibung,
woran sich aber möglicherweise nicht alle conskribenten halten werden.
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EDM:
ACTS & FACTS
Auch beim letzten sfcd-con, dem FreiCon in Freiburg, gab es zwei nummern von ConFact (5 und 6). Dieses zine ist eine gemeinsame leistung der anwesenden, die sich berufen fühlen, immer gleich etwas von sich zu geben, wenn ein panel zuende ist oder ihnen aus einem anderen grund nach einem statement zumute ist. So entsteht ein spontanes fanzine mit eindrücken vom con, die später nie wieder zu reproduzieren sind.
Ich erwähne noch, dass der nächste SFCD-CON der RATZE-CON sein wird, nächstes jahr um dieselbe zeit am Ratzeburger See, das wird ein fest!
RatzeCon
25.-27. 7. 1997
CVJM-freizeitzentrum Ratzeburg
Christoph Lühr, Rüdiger Block, Sami Knoll, Eckh. D. Marwitz:
TRABANT 6
Die anwesenden lübecker freuen sich, dem geneigten publikum das erscheinen von TRABANT 6, der so lange vermissten nächsten nummer ihres zines, bekanntgeben zu dürfen. Es liegt hier irgendwo in der nähe.
Preis: unbezahlbar, daher umsonst (aber nicht vergeblich)!
Wilko Müller jr.:
Erste Eindrücke - wie fast in jedem ConFact.
Saarbrücken kannte ich ja schon, die Verkehrslage hat sich jedoch zum Negativen entwickelt. Doch darum geht es ja auch nicht. Dies ist der erste richtige Con in den alten BL, den ich aus den neuen BL besuche. Bisher unterscheidet er sich von unseren lokalen Cons, etwa in Leipzig und Hoyerswerda, durch die Zahl der ausländischen Gäste. Großen Kontakt mit ihnen hatte ich allerdings noch nicht, so daß ich da noch etwas zu tun habe... Etwas erstaunt war ich darüber, daß bei den Programmpunkten, die ich besuchte, nur sehr wenige Conbesucher zu sehen waren. Wo sind eigentlich alle? Positiv für mich ist, daß ich schon mit einigen Leuten ins Gespräch gekommen bin, die ich vorher nur von fern kannte.
Beluga Post:
Newcomer trifft Namen... Unter diesem Motto sehe ich meine erste Begegnung mit EDM, den Dieters (i.a.o. Braeg, Sachse, Steinseifer) und Rolf Gindorf auf diesem Con. Die meisten kannte ich bis dato nur aus Gesprächen im Fandom oder dem, von Gralshüter Dieter Braeg in den Katakomben des M'gladbacher Kulturzentrums gelagerten ROTEN Ordner.
Die drei Panelisten berichteten in Ihrem Programmteil über die Motivation der Gründergeneration, gesellschaftliche Tabus und Möglichkeiten in dieser Zeit.
Auf die Frage Rolfs, inwiefern das Fandom heute noch politisch ist, breitete sich eine unangenehme Stille unter den Zuhörern aus. Und ich muss leider sagen, dass dieses Schweigen peinlich war. Wo ist das politische Bewusstsein meiner Generation geblieben? Warum sind Kids von heute so widerlich konsumgeil und unpolitisch...? (Will sich jemand mit mir darüber streiten???)
jörg lippmann:
der erste CON mit presse und kamera... ob die SF-scene dadurch bekannter oder verkannter wird, wird sich noch zeigen. mir gefällt es gut. allerdings habe ich bei einem (es ist wohlgemerkt mein erster) SFCD-CON mit viel mehr leuten gerechnet - fans, wo seid IHR ALLE ?! jedenfalls war viel zeit, sich mit alten freunden zu unterhalten und neue kennenzulernen.
übrigens habe ich bei Reinhard Rauscher ein SF-buch erwischt, das ich seit mindestens fünf jahren gesucht habe. erfolg über erfolg. was könnte denn besser sein, als hier den FLÜGEL 2 (fanzine des SN-SFC 92) zu verteilen - kostenlos, wie es sich für ein fanzine gehört.
ugly kid carsten (s.)
Über den Zusammenhang von SF und Leibesumfang
Eine Conbeobachtung
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von SF, sei es in Literatur oder sei es in Film & Fernsehen, und dem Körperumfang? Grundsätzlich - nein, so sollte man vermuten. Diese Veranstaltung belehrt eines Besseren. Die gebotene Leibesfülle ist erstaunlich, und zwar bei den Anwesenden beiderlei Geschlechts. Woran kann das liegen? Provoziert SF-Konsum auch zum unbändigen Konsum von Nahrungsmitteln? Oder ist der Zusammenhang etwa umgekehrt? Hält das unermüdliche Essen zum Lesen von SF an? Sollte man dann der Menschheit zur Rettung vor der Fantasielosigkeit das verstärkte Essen empfehlen? Ist das etwa der schon lange gesuchte Weg aus der großen Menschheitskrise? Ich weiß es nicht. Ich frage mich nur, warum mein Großvater mich in letzter Zeit so häufig auf mein Gewicht anspricht...
Jürgen G. Marzi
Hier ein paar Worte aus der Sicht eines der Veranstalter. Abgesehen davon, daß ich ziemlich stark eingespannt bin und deshalb nur recht wenige Programpunkte komplett mitbekommen habe (abgesehen von denen, an denen ich teilgenommen habe), bin ich bislang von der Qualität einiger Diskussionrunden positiv überrascht worden. Leider ließ die Teilnehmerzahl bei so manchem Panel etwas zu wünschen übrig. Es wäre doch schön, wenn sich mindestens doppelt so viele Zuhörer wie Panelisten einfänden. Vermutlich sind das Wetter und der Biergarten doch zu verlockend gewesen.
Ich möchte an dieser Stelle Intuition, dem British Eastercon 1998 in Manchester, sehr herzlich für die ungewöhnlich großzügige Spende für die heutige Roomparty danken. Wir werden sicher das eine oder andere Glas auf ihr Wohl heben können.
Wer es schätzt, einmal einen größeren Con (so um die tausend Besucher) zu besuchen, sollte sich einmal beim InterVention/Intuition Tisch umsehen. Seit 1989 besuche ich immer wieder Eastercons und bislang hat mir jeder davon gefallen - sogar so gut, daß ich bei den letzten
mitgearbeitet habe und mich auch schon wieder für die nächsten beiden angemeldet habe.
Ein hochinteressantes Panel war das über Conrunning. Mit Margaret Austin, Fiona Anderson und Martin Easterbrook hatte man drei der vier wichtigsten Veranstalter des letztjährigen Worldcons zu Gast. Dementsprechend aufschlußreich waren dann auch ihre Ausführungen. Ich bin sicher, daß einige der Zuhörer (von denen sich manche sehr intensiv Notizen für ihre nächsten Cons machten) eine Menge positiver Ideen mitgenommen haben.
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"Ich stelle jetzt zwei cons vor. Ich fange mit dem ersten an." (Stefan Biewald)
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Kirstin Scholz:
Für alle Filkinteressierten gibt es am Soontag 10.00 Uhr im Sitzungsraum einen Vortrag. Was, ihr wißt nicht, was Filk ist? Ein Grund mehr zu kommen!!! So viel, Filk hat mit Musik und SF&F zu tun. Musikalische SF Fans werden mit Vorliebe shangheit!!! Falls ihr den Programmpunkt verpaßt habt, wir machen im September eine FILK-Grill-Mini-Con in Berlin. Wer Interesse hat, melde sich bitte bei mir: K. Scholz, Karl-Liebknecht-Str. 11, 10178 Berlin
Matthew (Matthias Kunkel):
Als ich nach vierstündiger Tätigkeit als "Empfangsdame" endlich abgelöst wurde (leider waren nicht sehr viele Gopher tätig), konnte ich zum von mir mit Spannung erwarteten Programm über das DDR-Fandom gehen. Ich erfuhr viel Wissenswertes, und mir war auch bis dahin unbekannt, daß es einen Star-Trek-Klub mit BRD-Kontakt gab. Insgesamt hat mir mein erster SFCD-Con sehr gefallen, obwohl ich Sonntag nicht mehr dabei sein werde. (Ich hoffe, man kann mir ein Con-Fact zukommen lassen!)
Wilko Müller jr.:
Ich soll also über den Programpunkt DDR-Fandom was schreiben. Paradoxerweise war das der Punkt, der mich bisher am meisten interessierte und mir auch gefiel. Warum? Weil es erstmalig viele Teilnehmer gab, die offensichtlich auch interessiert zuhörten, was wir da improvisierten. Warum eigentlich improvisierten? Weil der Moderator Hardy K. gar nicht angereist war, mußte der arme Manfred das Ding leiten, was er aber in bewährter Weise getan hat. Wir gaben im Prinzip einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Fandoms in der DDR vom Urknall bis zum letzten Knall. Ja, es gab ein Fandom, wenn es auch völlig anders funktionierte als das hiesige. Es gab Clubs, die leider zeitweise "unterdrückt" worden sind. Erst in den 80ern war es wieder möglich, mehr oder weniger offen etwas als Fan zu machen.
Na gut, wer nicht dabei war, wird wohl ewig auf die Enthüllungsstories über uns Ossis warten müssen. Mehr schreibe ich nämlich jetzt nicht.
jörg lippmann:
ultimativ gute diskussion über ddr-sf. wie habe ich doch als schweriner eigenbrödler in der eigenen suppe geschmort, ohne über die aktivitäten in der rest-ddr bescheid zu wissen. da haben sich die südländer ganz schön mit land und führung auseinandersetzen müssen, um weiter- bzw. überhaupt existieren zu können. wie gut hatte ich es in meinem verschlafenen nest SCHWERIN, wo ich nicht hunderte von metern schlange stehen mußte, um die neuesten buchausgaben zu erstehen. die gab es in schwerin meistens bis zu drei tagen lang, bis die ausgabe ausverkauft war. so ist meine sammlung relativ vollständig.
Übrigens habe ich heute den neuen roman von ALEXANDER KRÖGER mit original-autogramm erstehen können, womit meine "ddr"-sammlung wieder um ein exemplar reicher ist.
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